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Zurück im Tagesgeschäft

Mit den heutigen 130 Kilometer bin ich zurück im Tagesgeschäft und dies in meinem Lieblingsland Thailand. Zuerst aber stand eine Reparatur auf der Traktandenliste. Das grosse Kurbelblatt schaute zum Karton raus und wurde in Mitleidenschaft gezogen und beide Schalthebel haben nach dem Flug den Dienst quittiert. So konnte ich die 12 Kilometer zum nächsten Fahrrad-Händler in nur einem Gang zurücklegen. Ich hatte schon Befürchtungen, dass es sich um eine grössere Rep handeln könnte oder ich sogar auf Ersatzteile warten müsste aber nichts dergleichen. Der nette und sehr kompetente Velomech brauchte eine knappe Viertelstunde und die Schalterei funktionierte wieder einwandfrei. Ein Kurbelblatt hatte er nicht auf Lager aber es funktioniert auch wenn ein paar Zähne fehlen (siehe Bild). An den Wädli zu beurteilen ist er wohl selber begnadeter Velofahrer. Jedenfalls scheint er seinen Job mit Leib und Seele auszuüben. Jede Schraube hat er noch kurz kontrolliert, ein Sprutz WD40 hier ein bisschen Fett da. Der Sattel war ihm in der Neigung 2 mm zu hoch eingestellt und musste natürlich unbedingt korrigiert werden und auch beim Lenker hat er eine minimale Abweichung feststellen können. Der Kette haben die ausserordentlichen Verhältnisse Indonesiens nicht gut getan und sie musste ersetzt werden. Nachdem auch die gut gepumpten Reifen noch kontrolliert und justiert wurden und die Kontrollfahrt zu aller Zufriedenheit ausgefallen war, durfte ich meine Tour fortführen. Ich freue mich immer, wenn ich Leute treffe, die ihre Arbeit mit grosser Leidenschaft ausführen den dies sind immer die besten ihres Fachs. Das Vreni schnurrte wieder wie eine Nähmaschiene und ich kam zügig voran. Ich war happy endlich wieder fahren zu können und liess mir den Spass nicht verderben, weder durch den Transportschaden, noch durch das regnerische Wetter noch durch sonst etwas. Es fühlte sich gut an auf den hiesigen Strassen und entlang einer Küste zu fahren ist sowieso immer schön. Überall sehe ich wieder diese strahlenden, lieben Menschen und es dauerte nicht lange, wurde ich auch wieder beschenkt. Zwei Damen auf einem Roller kauften mir Wasser und haben mir dieses in voller Fahrt überreicht. Zufrieden mit mir und der Welt trällerte ich die Songs mit, welche aus meiner am Lenker befestigten Musikbox entsprangen. Einquartiert bin ich heute in einem Hotel mit 3 Sternen. Restaurant wie auch Morgenessen gibt es nicht dafür ist alles schön sauber und auch das Bett macht mir einen guten Eindruck. In Gehdistanz wurde ich aber fündig und habe ganze drei Menus verschlungen. Eines mit Prawns, eines mit Chicken und einen Fisch. Jedes einzelne Gericht mit Gemüse oder Salat sowie Reis, Es war einfach nur herrlich und rundete meinen Tag gebührend ab. Beschlossene Sache - der morgige Tag soll genau in diesem Restaurant beginnen.




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