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Mit leeren Beinen nach Eregli

Hotel in Karasu - da kann man nichts sagen - wir haben für ein Zimmer 23 Euro bezahlt und das war gar nicht mal so schlecht. Inbegriffen war ein türkisches Morgenessen der Extraklasse. Erinnerte uns an das Sonntagsbrunch-Buffet vom Restaurant Can Grill in Bern (empfehlenswert). Schalen mit allerlei Köstlichkeiten so weit das Auge reicht. Die ‚Fine Food Oliven’ im Glas kosten bei uns in der Schweiz nicht viel weniger wie hier eine Übernachtung mit Kiloweise Oliven von nicht minderer Qualität. Ein Schlaraffenland diese Türkei. Aber nun zu unserer heutigen Etappe: Der lange Tag gestern hat Energie geraubt und die Nacht reichte nicht ganz um zu regenerieren, die Beine fühlten sich schwer und leer an. Da half zumindest auf den ersten 20 Kilometern auch das leckere Frühstück nichts. Da wir aber unter keinem Zeitdruck stehen, sind wir heute einfach in kleineren Gängen gefahren. Wir geniessen die Abschnitte nahe am Wasser und stellen die Musik jeweils leiser um dem Aufprall der Wellen zu lauschen. Auch trafen wir wieder auf nette Menschen. Gerade die älteren Herren haben oft Freude und schenken uns so manches, oft zahnloses Lachen. Sie zeigen uns den Daumen oder winken uns zu. Ein Bus-Chauffeur hat angehalten um herauszufinden von wo wir kommen. Er fragte ob wir Deutsche sind und strahlte übers ganze Gesicht als wir ihm erklären konnten, dass wir aus der Schweiz kommen. „Ahh isviçre, guud guud“ und wieder sehen wir einen Daumen. Nach dem dritten Versuch ihm zu erklären, dass Zürich nicht die Hauptstadt sei, haben wir abgebrochen. Ein junger Türke hatte wohl Erbarmen mit dem alten Mann und schob Dad mit seinem Roller den Hügel hinauf.

Viele schöne solcher und ähnlicher Szenen erleben wir hier und amüsieren uns dabei. Die Temperaturen sind immer noch recht frisch hier, gestartet sind wir bei 10 Grad und am Nachmittag erreichte die Höchsttemperatur gerade mal 14 Grad Celsius. Wir freuen uns schon, wenn es hoffentlich bald etwas wärmer wird...


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