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Ich bin in Kuala Lumpur!!

Nachdem ich gestern noch eine Apotheke aufgesucht habe und nun Tabletten und Pülverchen einwerfe geht es wieder rapide aufwärts mit mir. Also keine Salmonellen, dies ginge wohl länger. Ich darf nicht jammern, bis jetzt ist ja eigentlich alles gut gegangen, ich habe jeden Streetfood gegessen und es war nie etwas.


In meiner Absteige von letzter Nacht gab es weder ein Kühlschrank noch ein Morgenessen. Es war ein richtiges Loch, und den Haaren und anderen DNA-Spuren nach zu beurteilen, wird die Bettwäsche hier ganz umweltfreundlich mehrmals verwendet. War froh an der frischen Luft zu sein, denn Fenster gab es auch keins.. Da eben kein Morgenessen und alle Beizen geschlossen um 07.00 h, fuhr ich die ersten 20 Kilometer nüchtern und hielt bei einer Petronas-Tankstelle. Mein Morgenessen siehe Foto #1


Mein Weg führte mich auch heute wieder durch schöne Palmenwälder, diese Fotos erspare ich euch, da die alle in etwa gleich aussehen und ich solche schon die letzten Tage hochgeladen habe. Ein Abschnitt war aber besonders schön und ich dachte, der könnte eigentlich ‚Bananen-Highway’ heissen. Links und rechts, hunderte von Bananen-Pflanzen. Zur Abwechslung gab es zudem heute eine Flussüberfahrt mit einer kleinen Fähre. Die fährt einfach wenn es Passagiere gibt und kostet inkl. Fahrrad 3 Ringit. Wäre gerne noch ein paar Meter weiter gefahren, nicht dass ich weniger pedalieren müsste, sondern weil das Gespräch mit einem anderen Passagier interessant war. Er kannte zu meinem Erstaunen die Fussballer der Schweizer Nati besser als ich. Sowieso gibt es hier, nicht nur in Malaysia, sondern auch in den anderen besuchten Ländern, viele die für europäische Top-Clubs sympathisieren. Neulich im Dschungel sah ich eine Frau im Juventus-Shirt und musste gleich an Massi denken. Bayern München, Manchester, hier läuft so einiges durch die Strassen.


Einen recht grossen Teil meiner heutigen 120 Kilometer fuhr ich auf der Autobahn 🙈. Irgendwie wechselten die Schilder plötzlich von blau auf grün und ich fuhr doch tatsächlich auf der Autobahn. Nicolas und mir ist dies ja schon mal passiert, ich glaube in Griechenland aber anders als dort, störte dies hier niemanden. Kaum einer hupte. Aber ich war dennoch etwas angespannt und fuhr zügig. Als ich auf der Gegenfahrbahn ein Polizeiauto sah, dachte ich schon, dass die nun bei der nächsten Gelegenheit 180 Grad drehen und mir die Leviten lesen werden. Aus diesem Grund lenkte ich mein Vreni links auf eine Raststätte. Dort versorgte ich mich mit Getränken und einem nicht wirklich feinen gefüllten Gipfeli. Jedenfalls kam der Tankwart auf mich zu und sagte, dass ich gestresst wirke und ich mich doch hinter dem Haus hinsetzen solle, es gäbe dort Tische und Stühle. Ich teile ihm mit, dass ich in der Tat etwas nervös sei, weil ich irrtümlicherweise auf der Autobahn gelandet sei und ich keine Probleme mit der malaysischen Justiz haben möchte. Er beruhigte mich sogleich und sagte mir, dass ein einzelnes Fahrrad auf der Autobahn kein Problem sei. Eine Gruppe mit 50 Fahrräder wäre eins, meinte er. Jedenfalls nahm ich es von dort an in der Tat etwas relaxter und kam kurz vor Kuala Lumpur doch effektiv in eine Polizeikontrolle. Fast jeder Wagen wurde kontrolliert und mich haben sie durchgewunken. Der eine Polizist fand das sogar cool und steckte mir seinen Daumen entgegen. Kaum zu glauben. In der Schweiz mit dem Fahrrad auf der Autobahn? Denke jeder Automobilist würde zwei Mal der Polizei anrufen…


Nun bin ich froh, in der Hauptstadt von Malaysia angekommen zu sein. Eine der letzten grossen Metropolen auf meiner Reise. In ‘KL‘ sind wohl fast alle Religionen vertreten, man sieht Moscheen, Minarette, Kirchtürme und indische Tempel wobei über 60% Muslimisch sind. Im Kern wohnen 2 Mio. Menschen und 10 Mio. wenn die Agglomeration hinzu gezählt wird. 


Schnell unter die Dusche und dann treffe ich Prof. Coco Alex, unseren langjährigen Partner. So ‚arbeite‘ ich solidarisch auch einwenig an diesem Samstag, wie all meine Arbeitskolleginnen und Kollegen, die heute an unserer traditionellen Herbstmesse hunderte von Kundinnen und Kunden in Burgdorf begrüssen und beraten dürfen. Danke an dieser Stelle für euren Einsatz, viel Spass und Erfolg, glg b




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